Etikettierung von Blow-Fill-Seal-Ampullen

Der Auftraggeber

Bei dem Auftraggeber handelt es sich um ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen aus Indien, das eine vielfältige Palette hochwertiger aber dennoch erschwinglicher Arzneimittel produziert und damit verschiedene Therapiebereiche für Patienten abdeckt.

 

Die Herausforderung

Die Herausforderung lag in einer möglichst effizienten Etikettierung von Blow-Fill-Seal-Ampullen. Die Einheiten bestehen aus je 5 Einzeldosen die miteinander verbunden sind. Auf der Vorderseite sollten die einzelnen Laschen und auf der Rückseite die Ampullen selbst etikettiert werden. Das alles sollte in einem einzigen Durchgang vollautomatisch ausgeführt werden. Die Bedienung der Maschine sollte für das Personal so benutzerfreundlich wie möglich gestaltet werden.

Die Lösung

Um dies zu realisieren wurde als Basis eine Obenauf-Etikettiermaschine der System 2 Serie herangezogen. Diese Etikettiermaschinen sind werksseitig so konzipiert, dass sie mit einem weiteren Etikettiergerät zu einer Obenauf-/Boden-Etikettiermaschine erweitert werden können. Dadurch konnten bereits im Vorfeld Entwicklungskosten eingespart werden.

 

Die Etikettiermaschine der System 2 Serie wurde mit einem zweiten Etikettiergerät der Energy 100 Serie erweitert. Die beiden Etikettiergeräte kommen in der Produktionslinie direkt hintereinander und übernehmen jeweils eine spezifische Aufgabe. Das erste Etikettiergerät übernimmt die Etikettierung der Laschen auf der Vorderseite im Obenauf-Prozess. Das zweite Etikettiergerät übernimmt die Etikettierung der Ampullen auf der Rückseite. Die Etikettierung der Rückseite erfolgt, nachdem die BFS-Streifen umgedreht wurden, ebenso im Obenauf-Verfahren.

 

Diese Vorgehensweise ermöglichte, dass trotz der erforderlichen beidseitigen Etikettierung, beide Etikettiergeräte oberhalb des Transportbandes angebracht werden konnten.

 

Die Bedienung der Etikettiermaschine wird deutlich vereinfacht, da sich alle Bedienelemente oberhalb des Transportbandes befinden. Der Austausch der Etikettenrollen ist bequem im Stehen und von oben durchführbar. Das mühselige "unter die Maschine knien" beim Tausch der Etikettenrollen gehört damit der Vergangenheit an. Anfallende Wartungs- und Servicearbeiten lassen sich ebenso schnell und ohne weiteres durchführen.

Smartes Förderband

Am Anfang des Förderbandes wurde die Etikettiermaschine mit einer Kontrollvorrichtung ausgestattet, die die Positionierung der Produkte überprüft. Produkte die schräg oder anderweitig falsch positioniert sind, werden mittels zwei pneumatischen Auswurfvorrichtungen aussortiert und in einem verschließbaren Behälter gesammelt. Mit dieser Vorgehensweise wird eine fehlerhafte Etikettierung bereits im Vorfeld minimiert.

 

Des Weiteren ist das System mit einem Hebemechanismus ausgestattet, der jede BFS Einheit anhebt und auf ein Förderband mit einer Haltevorrichtung legt. Damit werden die BFS-Strips an der richtigen Stelle und im vorgegeben Abstand positioniert um sie anschließend zu den Etikettiergeräten zur Etikettierung weiterzubefördern.

Die smarte Etikettierung von Blow-Fill-Seal-Ampullen

Es sind zwei automatische Etikettiermaschinen der Energy 100 Serie nacheinander entlang des Hauptförderbandes platziert und bringen die Etiketten zunächst auf der Vorderseite und anschließend auf der Rückseite der BFS-Streifen an. Um die Rückseite zu etikettieren werden die BFS-Streifen 180 Grad um die eigene Achse gedreht. Dazu ist das System mit einer speziellen Rotier-Einheit ausgestattet, welches auch auf viele andere Anwendungsbereiche übertragen werden kann.

 

Die Etikettierung der Ampullen erfolgt mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 m/min. Die Etikettiergeräte werden über das Touchscreen-Display bedient auf dem mehr als 50 Parameter eingestellt werden können. Für jedes Etikettenformat können individuelle Einstellungen gespeichert werden. 

 

Um Rollen mit einem Durchmesser von bis zu 280 mm zu unterstützen, wurden Doppelrollen verbaut, die ideal für Etiketten mit Trägerbreiten von bis zu 100 mm sind. Die Rollen sind an einem beweglichen Arm befestigt der die Spannung des Trägerpapiers aufrechterhält. Außerdem sind sie jeweils mit einem kapazitiven Sensor ausgestattet, der signalisiert, wenn das Ende der Etikettenrolle erreicht ist.

Ausgereifte und fortschrittliche Bedienkonsole

Der ASEM Panel PC ist mit fortschrittlicher Elektronik und einem PLC für eine konstante Diagnose der Peripheriegeräte ausgestattet. Das SCADA-System läuft in einer Windows 10-Umgebung mit einer SQL Express-Datenbank. Diese Konfiguration unterstützt die Fernverwaltung des Systems und Remote-Unterstützung auf dem Panel-PC und dem PLC.

 

Die Verwaltung von FailSafe, Back-up/Wiederherstellung und Katastrophenwiederherstellungsfunktionen sowie die Sammlung von Produktionschargen, CFR21/Audit-Trail/Alarm- und Produktionsdatenberichterstattung erfolgt direkt auf der Bedienkonsole.

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